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Winter hat ja nicht bei allen den besten Ruf. Zu kalt, zu dunkel, zu viel (oder zu wenig) Schnee, Winter Blues. Verständlich. Und trotzdem gibt es Reiseziele, die genau in dieser Jahreszeit erst richtig spannend werden. Nordisland ist definitiv so eines. Denn der Norden Islands ist im Winter nicht einfach nur schön. Er ist intensiv. Klar. Ruhig. Abenteuerlich. Und manchmal auch ein bisschen absurd – zum Beispiel dann, wenn du morgens durch knietiefen Schnee stapfst und wenige Stunden später im heissen Geothermalbad entspannst. Dazu kommt ein Punkt, der für viele ganz oben auf der Wunschliste steht: Polarlichter. Allein dafür träumen viele von Island im Winter. Und in Nordisland sind die Bedingungen dafür oft besonders gut.

Einer der Hauptgründe für eine Reise nach Nordisland im Winter: Polarlichter. (Credit: Brandcenter Visit Iceland)

Warum gerade Nordisland im Winter?

Viele reisen in Island zuerst in den Süden, denn dort liegen einige der bekanntesten Spots. Nordisland fühlt sich dagegen oft etwas ruhiger, weiter und ursprünglicher an. Gerade im Winter ist genau das ein riesiger Pluspunkt: Die Landschaft wirkt noch dramatischer, die Stimmung noch spezieller und die Reise oft etwas echter. Ja, die Polarlichter sind natürlich ein Hauptargument für Nordisland. Und das völlig zu Recht. In Nordisland gibt es wenig Lichtverschmutzung, weite Landschaften und lange Nächte. Natürlich gibt es keine Garantie, aber genau dieses Hoffen auf den perfekten Abend gehört fast ein bisschen dazu. Wichtig ist einfach, die Reise nicht nur um die Polarlichter herum zu planen. Denn auch tagsüber hat Nordisland mehr als genug zu bieten.

Abenteuer draussen: Mit Schneeschuhen, Motorschlitten und Super Jeeps

Wer im Winter nach Nordisland reist, kann die Landschaft nicht nur anschauen, sondern auch richtig erleben. Besonders eindrücklich ist eine Morgenwanderung auf den Tuffring Hverfjall, der als formschönster Krater Islands gilt. Je nach Schneehöhe und Wegzustand geht es mit Spikes oder Schneeschuhen in etwa 20 bis 30 Minuten hinauf zum Kraterrand. Oben wartet eine eindrückliche Morgenstimmung mit Weitsicht über den Mývatn-See.

Wer es actionreicher mag, erlebt bei einer Motorschlittensafari die winterliche Mondlandschaft. Die Route wird je nach Wetter und Schneeverhältnissen gewählt, die kürzere Tour eignet sich besonders gut für Anfänger:innen. Die Wildnis Tour, welche durch Vulkanlandschaften, Wälder, Berggebiete oder sogar über gefrorene Sümpfe und den gefrorenen See führt richtet sich eher an Fortgeschrittene.

Noch etwas abenteuerlicher wird es bei einer Super Jeep Tour zum Dettifoss. Abseits der Hauptstrassen geht es mit lokalem Guide zum mächtigsten Wasserfall Europas. Vor Ort kennt der Guide die besten Fotospots, und wenn die Bedingungen es zulassen, werden zusätzlich auch der nahegelegene Selfoss oder der Hafragilsfoss besucht.

Tierische Erlebnisse in Nordisland

Auch Tierbegegnungen gehören in Nordisland zum Wintererlebnis dazu. Ein Ausritt auf Islandpferden ist eine besonders schöne Art, die Landschaft zu entdecken. Auf dem Rücken der robusten und gutmütigen Pferde erkundet man den Eyjafjörður, die Route wird je nach Wetter und Schneeverhältnissen angepasst. Die Tour ist auch für Anfänger:innen geeignet und nach dem Ausritt gibt es Kaffee und Kuchen, bevor es zurück nach Akureyri geht.

Etwas ganz anderes, aber genauso besonders, ist ein Besuch bei den Huskys mit Ausfahrt. Dabei lernen Besucher:innen zuerst die Hunde und den Musher kennen und erfahren mehr über ihr Leben in Island. Danach geht es in einem von 8 bis 10 Hunden gezogenen Schlitten hinaus in die isländische Weite. Die Fahrt dauert rund eine Stunde, danach bleibt meist noch Zeit für Fotos und Kuscheleinheiten mit den Hunden.

Wer Nordisland vom Wasser aus erleben möchte, kann ausserdem eine Walsafari einplanen. Die Touren finden auf kleinen traditionellen Schiffen im geschützten Eyjafjörður statt, der mit seiner eindrücklichen Kulisse auch Lebensraum für verschiedene Meeressäuger ist. Im Winter ist die Sichtungsrate zwar tiefer als im Sommer, doch die Tour lohnt sich auch wegen der besonderen Stimmung auf dem Wasser.

Wärme gehört genauso dazu

So schön die Abenteuer draussen sind, Nordisland lebt auch von den Momenten, in denen man sich wieder aufwärmt. Ein Geothermalbad gehört deshalb fast schon fix ins Programm. Besonders bekannt im Norden ist die neue Earth Lagoon (ehem. Mývatn Nature Baths), das oft als ruhigere Alternative zur Blauen Lagune gilt. Ebenfalls beliebt ist die Forest Lagoon bei Akureyri mit Blick über den Eyjafjörður. Auch das Geosea ausserhalb von Húsavík ist einen Besuch wert.

Nach einem kalten Tag draussen in warmem Wasser zu sitzen, ist nicht nur entspannend, sondern gehört zu den Erlebnissen, die eine Winterreise nach Island so besonders machen. Und ehrlich: Selbst Menschen, die normalerweise eher Team Sommerferien sind, lassen sich spätestens da ziemlich gut überzeugen.

Draussen kalte Luft, drinnen warmes Wasser: Genau diese Kontraste machen Nordisland im Winter so besonders. (Credit: Forest Lagoon)

Warum man so eine Reise gut planen sollte

Man muss kein Hardcore-Wintermensch sein, um Nordisland zu mögen. Es geht hier nicht darum, heldenhaft zu frieren oder sich durch Schneestürme zu kämpfen. Was die Reise so attraktiv macht, ist gerade die Mischung. Ein bisschen Abenteuer, viel Natur, zwischendurch Wärme, gute Unterkünfte und Erlebnisse, die sich besonders anfühlen, ohne dass alles anstrengend wird.

Damit das auch wirklich so entspannt funktioniert, lohnt sich ein bisschen Planung. Gerade im Winter entscheidet das Wetter oft mit, wie der perfekte Tag aussieht. Vielleicht passt die Schneeschuhtour heute besser als morgen, vielleicht ist der Ausflug aufs Wasser genau dann besonders schön, wenn die Bedingungen stimmen. Wer vor Ort flexibel bleiben kann und auf Menschen setzt, die die Region gut kennen, holt meist mehr aus der Reise heraus.

(Credit: Jesse Wensing)

Genau das macht Nordisland mit Kontiki angenehm unkompliziert. Man muss nicht jede Unterkunft, jeden Ausflug und jede Verfügbarkeit selbst zusammensuchen, sondern kann sich auf Angebote verlassen, die bereits sinnvoll aufgebaut sind. Besonders praktisch ist dabei die Schweizer Gästebetreuung direkt in Akureyri. Ob spontane Ausflugsideen, ein gutes Restaurant für den Abend oder Tipps, was sich bei welchem Wetter besonders lohnt – es ist einfach hilfreich, jemanden vor Ort zu haben, der die Region wirklich kennt. Und wenn unterwegs noch etwas Inspiration fehlt, liefert die myKontiki-App gleich die nächsten Ideen mit.

So wird Nordisland im Winter nicht nur zu einer Reise mit eindrücklichen Erlebnissen, sondern zu einer, die sich von Anfang bis Ende gut anfühlt.

Genug gelesen, jetzt wird geboten: Im Reel setzen Pia und Esther ihr Geld auf die Nordisland-Erlebnisse, die sie am meisten reizen. Wer am Ende das bessere Programm hat, entscheidest du.

Dieser Artikel entstand in Partnerschaft mit Kontiki.

Credit Titelbild: Michael Bachmann

Esther Sgaga

Meine ideale Vacation ist die Explorecation. Ich liebe es, individuell Orte zu entdecken, abseits der bekannten Pfade zu reisen und in faszinierende Kulturen einzutauchen. Für mycation nehme ich dich mit auf meine Abenteuer und zeige dir die Welt durch meine Augen.