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Es gibt viele Orte, die ich in Vancouver als Highlight bezeichnen würde. Deep Cove sollte jedoch wirklich niemand verpassen. Im Jahr 2016 kam ich mit 17 Jahren zum ersten Mal nach Vancouver. Für sechs Monate besuchte ich eine kanadische High School für meinen Austausch. Dabei habe ich mich in Vancouver verliebt und bin nun bereits das dritte Mal für mehrere Monate hier. Damals habe ich in der Nähe von Deep Cove gewohnt und bis heute ist die Küstensiedlung einer meiner Lieblingsorte in ganz Vancouver.

Mit dem Seabus nach Deep Cove

Deep Cove liegt in Nord Vancouver am Indian Arm. Das Gebiet ist ein traditionelles Territorium der Tsleil-Waututh Nation und der Squamish Nation, wo früher gefischt und gejagt wurde. Heute kommt man in nur einer Stunde vom Stadtzentrum mit dem Bus direkt nach Deep Cove und wieder zurück. Wer eine etwas abenteuerliche Anreise aus Downtown will, kann auch den Seabus nehmen. Das ist ein grosses Meer-Taxi, das einen alle 15 Minuten nach Nord Vancouver und wieder zurück bringt.

Das Sea-Taxi fährt alle 15 Minuten über das Meet nach Nord Vancouver.

Der Indian Arm gilt als Kanadas südlichster Fjord. Dadurch bietet Deep Cove eine tolle Kombination aus Meer, Bergen und Wald. Im Sommer boomt darum der Verleih von Kajaks und Stand-Up-Paddels, mit denen man verschiedene Buchten besuchen kann.

Meine Restaurant-Tipps in Deep Cove

Zusätzlich ziehen die Restaurants und kleinen Boutiquen in Deep Cove jährlich Tausende Besucherinnen und Besucher an. Mein Favorit ist dabei das «Café Orso». Es hat nicht nur die besten Waffeln in der Stadt, sondern auch Brot, das dem europäischen Standard entspricht. Und glaubt mir, wenn man mehrere Monate in Nordamerika verbringt, wird das Schweizer Brot schmerzlichst vermisst.

Die Waffeln im «Café Orso» sind die besten in der Stadt.

Das berühmteste Café in Deep Cove ist jedoch das «Honey’s». Davor gibt es jedes Wochenende eine Schlange von Menschen, die die berühmten Donuts probieren möchten. Meiner Meinung nach sind diese jedoch ziemlich überbewertet.

Beste Aussicht vom Quarry Rock Hike

Was aber in Deep Cove alles andere als Überbewertet ist, ist die Natur. So ist Deep Cove für die Quarry-Rock-Wanderungen bekannt – und auch ich habe es bei meinem jetzigen Besuch endlich geschafft, die Wanderung zu machen. Der Quarry Rock ist ein riesiger Granitfelsen, auf dem man über ganz Deep Cove und das Fjord blicken kann.

Obwohl der Rock nur 3,8 Kilometer von Deep Cove entfernt ist, dauert die kleine Wanderung etwa zwei Stunden. Das, weil der Wanderweg einen Höhenunterschied von ungefähr 100 bis 200 Metern hat. Es gibt also relativ steile Abschnitte, die einen ausser Puste bringen, aber auch gerade Etappen, bei denen man einfach die Natur geniessen kann. Die ist nämlich auf der ganzen Wanderung unfassbar schön und hat sogar mich als Wander-Muffel überzeugt. So führt der Weg im Schatten durch den Wald mit Treppen, Brücken und Wurzeln. Oben angekommen kann man sich dann auf dem Quarry Rock ausruhen und die atemberaubende Aussicht geniessen.

Schon nur für die Aussicht lohnt sich der Quarry-Rock-Hike.

Weil der Quarry Rock ein beliebtes Ziel für Instagram-Fotos ist, empfehle ich den Quarry-Rock-Hike, wenn möglich nicht am Wochenende zu machen. Auch wenn sich die Masse auf dem Weg sehr gut verteilt, ist der Aussichtspunkt am Wochenende dann doch relativ voll mit Menschen.

Wildtiere in Deep Cove

Ebenfalls wichtig zu beachten ist, dass wir uns hier in Kanada befinden. Die Wanderung führt also durch die Wildnis in Deep Cove, die nicht so ungefährlich ist wie in der Schweiz. So gibt es immer wieder Sichtungen von Bären, Pumas und Stinktieren, bei denen man sich respektvoll und sicher verhalten sollte.

Am wichtigsten ist es dabei, dass Wanderinnen und Wanderer immer aufmerksam bleiben und durch Gespräche oder gelegentliches Rufen auf sich aufmerksam machen. Das ist vor allem wichtig, wenn man alleine oder an Randzeiten unterwegs ist. Zudem sollte nie Müll hinterlassen werden.

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