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Wenn ich an Roadtrips denke, denke ich ehrlich gesagt nicht als Erstes an Herbst. Für mich war das immer eher ein Sommerding. Fenster runter, Sonnenbrille an, irgendwo Richtung See und am besten noch mit Gelato in der Hand. Herbst klang für mich eher nach kalten Händen, unberechenbarem Wetter und dieser ewigen Frage, ob man jetzt Winterjacke, Pullover oder doch lieber gleich alles mitnehmen soll.

Pia sah das natürlich komplett anders. Sie war schon am Morgen in Zürich erstaunlich motiviert und komplett überzeugt, dass sie mir heute beweisen würde, dass ausgerechnet der Herbst die beste Zeit für einen Roadtrip ist. Ich war ehrlich gesagt eher mässig begeistert und man hat mir das wahrscheinlich auch angesehen. Pia hat das aber überhaupt nicht beeindruckt. Also sind wir los. Und ich muss zugeben, es wurde schon ziemlich früh schwierig, an meiner skeptischen Haltung festzuhalten.

Pia strahlt schon am morgen früh, Esther muss erst noch überzeugt werden.

Aussichten auf der Axenstrasse

Von Zürich ging es ziemlich entspannt Richtung Innerschweiz. Genau das mag ich grundsätzlich an einem Roadtrip mit Mietauto: einsteigen, losfahren, alles dabeihaben und spontan entscheiden können. Gerade im Herbst, wenn man von Thermosflasche bis Zusatzjacke gefühlt den halben Haushalt mitschleppen will, ist das einfach praktisch. Je näher wir dem Urnersee kamen, desto schöner wurde es. Die Strecke entlang der Axenstrasse ist wirklich ein Highlight und dort wurde es schon das erste Mal etwas schwierig, so zu tun, als wäre ich gar nicht beeindruckt.

Während Esther die Aussicht auf den Urnersee geniessen kann, konzentriert sich Pia auf die Axenstrasse.

Pause auf dem Klausenpass

Spätestens am Klausenpass wurde es dann noch schwieriger, meine Rolle als Skeptikerin noch glaubwürdig durchzuziehen. Zugegeben habe ich es aber noch nicht.

Die Fahrt hoch mit all den Kurven, Bergen und Aussichtspunkten ist genau die Art von Strecke, bei der der Weg selbst schon das Highlight ist. Und genau das macht einen Roadtrip mit dem Auto aus: Wenn es irgendwo schön ist, hält man halt kurz an. Irgendwo am Klausenpass haben wir es uns im Kofferraum gemütlich gemacht, Tee getrunken und auf die Berge geschaut. Decken, Snacks, Tee, Sonnenbrille, alles griffbereit und ohne grosses Schleppen.

Berglistüber Wasserfall

Auf den letzten Metern des Klausenpasses bog Pia auf einen kleinen Parkplatz ein, den man leicht übersehen würde. Ich stieg noch leicht verunsichert aus, während Pia schon genau wusste, was sie mir hier zeigen wollte.

Nach ein paar Minuten durch den Wald steht man plötzlich vor dem Berglistüber Wasserfall. Wild, laut, kühl und deutlich spektakulärer, als man es nach diesem kurzen Weg erwarten würde. Wer mutig ist, kann sogar hinter das Wasser laufen. Ich gebe es ungern zu, aber der Wasserfall war schon ziemlich stark. Trotzdem fand ich: Für echte Herbststimmung fehlt da noch etwas. Also übernahm ich das Steuer und fuhr uns durch das Linthal Richtung Zürichsee.

Der Berglistüber Waaaerfall hat auch Esther begeistert.

Kürbisausstellung auf dem Bächlihof

Wenn der Klausenpass der spektakuläre Teil des Tages war, dann war der Bächlihof ganz klar das Herbstfinale. Überall Kürbisse, warme Farben und genau diese leicht übertriebene Stimmung, die für mich einfach zu einem richtigen Herbstroadtrip dazugehört. Pia war dann auch sofort begeistert. Wahrscheinlich etwas zu begeistert, denn aus «nur kurz die Kürbisausstellung anschauen» wurde bei ihr ziemlich schnell die Mission, den grössten kaufbaren Kürbis zu finden. Und natürlich wollte sie ihn mitnehmen. Spätestens da war wieder klar, wie praktisch so ein Mietauto ist. Man nimmt halt einfach alles mit, was unterwegs wichtig wird: Spontan eben auch einen absurd grossen Kürbis.

Die diesjährige Kürbisausstellung auf dem Bächlihof zum Thema «Gute Reise» passt perfekt zum Roadtrip.

Ist der Herbst der beste Roadtrip-Zeitpunkt?

Am Ende des Tages musste ich mir dann eingestehen, dass Pia ziemlich nah an der Wahrheit war. Ein Herbst Roadtrip ist nicht kalt und grau. Also gut, kalt vielleicht schon ein bisschen. Aber genau das gehört irgendwie dazu. Und solange man mit Tee, Decken, Snacks und dem richtigen Auto unterwegs ist, wird genau daraus der Charme.

Mein Fazit als anfangs sehr skeptische Mitfahrerin ist deshalb ziemlich eindeutig: Der Herbst ist vielleicht sogar eine der besten Jahreszeiten für einen Roadtrip. Die Farben sind wunderschön, die Luft klarer und die Strassen ruhiger. Ich würde es also jederzeit wieder machen.

Für Esther und Pia wird es nicht der letzten Herbst-Roadtrip gewesen sein.

Willst du den Roadtrip nicht nur nachlesen, sondern auch miterleben? Schau dir das Video von unserem Tag an:

Dieser Artikel entstand in Partnerschaft mit Hertz Schweiz.

Esther Sgaga

Meine ideale Vacation ist die Explorecation. Ich liebe es, individuell Orte zu entdecken, abseits der bekannten Pfade zu reisen und in faszinierende Kulturen einzutauchen. Für mycation nehme ich dich mit auf meine Abenteuer und zeige dir die Welt durch meine Augen.