Die Welt ist unterwegs! 2024 spiegelte sich das Fernweh stärker denn je in unserem Reiseverhalten wider. Während manche Destinationen ihren Platz im Herzen der Weltenbummler fest verteidigen, rücken andere immer mehr ins Rampenlicht.
Laut der UN World Tourism Organization (UNWTO) wurden 2024 weltweit etwa 1,4 Milliarden grenzüberschreitende Reisen unternommen. Europa dominierte als Kontinent mit rund 747 Millionen Ankünften. Ganz vorne im Länderranking: Frankreich, das 2024 mit mehr als 100 Millionen Besuchern die Spitzenposition hält – ein Erfolg, den nicht zuletzt die Olympischen Spiele in Paris beflügelten. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Spanien und die USA.
Das Ranking verdeutlicht, wie sich traditionelle Ferienländer erfolgreich behaupten – auch wenn Asien, Afrika und der Nahen Osten neue Impulse für das globale Reisegeschehen geben.
Top of the list: Frankreich

Frankreich bleibt auch 2024 das beliebteste Reiseziel der Welt und verteidigt mit rund 102 Millionen internationalen Ankünften seinen Spitzenplatz im UNWTO-Ranking. Die anhaltende Beliebtheit ist kein Zufall: Von den romantischen Boulevards in Paris über die Lavendelfelder der Provence bis hin zu den Skipisten der Alpen bietet Frankreich eine faszinierende Vielfalt für alle Reiseinteressen.
Ein besonderer Push kam im Jahr 2024 durch die Olympischen Spiele in Paris, die weltweit Aufmerksamkeit erregten und dabei halfen, die touristische Infrastruktur weiter zu modernisieren. Auch kulinarisch bleibt das Land Massstab – nicht umsonst zählt Frankreich mehr als 600 Michelin-Sterne-Restaurants und ist ein Hotspot für Weinliebhaber:innen.
Vielfältigkeit auf Platz 2: Spanien

Mit beeindruckenden 93,8 Millionen internationalen Ankünften verzeichnet Spanien 2024 einen neuen historischen Höchststand – ein Wachstum von rund 10 % im Vergleich zum Vorjahr. Damit behauptet das Land seinen Platz als zweitbeliebtestes Reiseziel weltweit.
Ob die endlosen Strände der Costa del Sol, die kulturelle Vielfalt in Städten wie Barcelona, Madrid und Sevilla oder die Inselparadiese der Balearen und Kanaren – Spaniens Anziehungskraft liegt in seiner Vielseitigkeit. Und laut dem Ferienhaus-Portal Holidu zählen spanische Städte zu den Orten, an denen man sich am wohlsten fühlt. Wo genau, findest du in diesem Artikel.
Auch auf dem Podest: USA

Die Vereinigten Staaten bleiben auch 2024 eine feste Grösse im internationalen Tourismus und belegen mit rund 72,4 Millionen Ankünften den dritten Platz weltweit im Ranking der UNWTO. Im Vergleich zu 2023 bedeutet das ein solides Wachstum von über 8 % – ein Zeichen für die anhaltende Attraktivität des Landes nach der Pandemie.
Die USA bieten ein einzigartiges Spektrum an Erlebnissen: Besonders beliebt im US-Tourismus sind Themen wie Nationalpark-Tourismus, Film-Reisen und digitale Nomaden-Hotspots in Städten wie Austin oder Miami.
Die Top 20 der beliebtesten Reisedestinationen:
Destinationen | Internationale Tourismusankünfte 2024 |
1. Frankreich | 102 Millionen Besucher (+2 Prozent) |
2. Spanien | 93,8 Millionen (+10,1 Prozent) |
3. USA | 72,4 Millionen (+8,3 Prozent) |
4. Türkei | 60,6 Millionen (+10,5 Prozent) |
5. Italien | 57,9 Millionen (+1,4 Prozent) |
6. Mexiko | 45 Millionen (+6,6 Prozent) |
7. China | k.A. (geschätzt 40 Millionen, +12 Prozent) |
8. Grossbritannien | k.A. (geschätzt 39 Millionen, +4,8 Prozent) |
9. Deutschland | 37,5 Millionen (+7,8 Prozent) |
10. Japan | 36,9 Millionen (+47 Prozent) |
11. Griechenland | 36 Millionen (+10,1 Prozent) |
12. Thailand | 35,5 Millionen (+26,3 Prozent) |
13. Österreich | 32,2 Millionen (+4,2 Prozent) |
14. Vereinigte Arabische Emirate | k.A. (geschätzt 30,5 Millionen, +9 Prozent) |
15. Saudi-Arabien | 29,7 Millionen (+8,4 Prozent) |
16. Portugal | k.A. (geschätzt 28,2 Millionen, +6,3 Prozent) |
17. Malaysia | 25 Millionen (+24,2 Prozent) |
18. Hongkong | 21,9 Millionen (+27,9 Prozent) |
19. Niederlande | 21,3 Millionen (+4,8 Prozent) |
20. Indien | 20,6 Millionen Besucher (+8,8 Prozent) |
Quelle: Daten von 2024, UN Tourism
Der grosse Aufsteiger: Japan im Aufwind

Die grösste Zunahme an internationalen Ankünften im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet Japan mit einem Wachstum von 47%. Die Schwäche des Yens hat Ferien in Japan für viele erschwinglich gemacht.
Auch 2025 wird das Land der aufgehenden Sonne Besucher aus aller Welt anziehen. Nicht nur wegen seiner einzigartigen Mischung aus uralter Tradition und futuristischer Ästhetik, sondern dank der Expo 2025, die in Osaka stattfindet. Zwischen Naturpracht, Tempeln und Neonlichtern entfaltet Japan ein einmaliges Reiseerlebnis – mehr dazu findest du in unserer ersten mycation Podcastfolge.