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Sehnst du dich danach, den Sommer noch ein wenig zu verlängern und willst herausfinden, ob die Blue Mind Theory auch bei dir wirkt? Schon nach wenigen Stunden Fahrt kannst du Zürich hinter dir lassen und entweder mit dem Auto oder mit dem Zug die italienische oder französische oder sogar holländische Küste erreichen.

Egal ob du einen spontanen Roadtrip über die Alpen wählst, eine entspannte Zugfahrt nach Ligurien machst oder eine etwas längere Reise bis an die Côte d’Azur planst: Von Zürich aus führen viele reizvolle Wege ans Meer. In diesem Artikel zeigen wir dir fünf der schnellsten Routen mit dem Auto und dem Zug.

In wenigen Stunden bist du ab Zürich schon im blauen Paradies.

1. Von Zürich nach Genua

Das nächstgelegene Tor ans Meer liegt in Ligurien. Genua ist eine lebendige Hafenstadt am Mittelmeer in Italien. Zwischen imposanten Palästen, engen Gassen und dem geschäftigen Hafen spürt man die lange Geschichte der Seerepublik. Gleichzeitig locken Strandpromenaden, kleine Trattorien und das Dolce Vita, das hier noch authentisch gelebt wird.

🚗 Auto: ca. 5 Std. über den Gotthard- oder San-Bernardino-Tunnel via Mailand. Wer um 7 Uhr losfährt, kann pünktlich zum Mittag eine Pizza am Strand geniessen.

🚆 Zug: ca. 6,5 Std. (Direktverbindung Zürich → Genua). Mit der täglichen Direktverbindung der SBB gelangt man vom Zürcher Hauptbahnhof aus bequem bis ans Meer – und verursacht dabei rund 7x weniger CO₂ als mit dem Auto. Ideal für alle, die ein verlängertes Wochenende am Strand verbringen möchten: tagsüber Zug-Office, abends ein Aperol Spritz mit Blick aufs Mittelmeer.

2. Von Zürich nach Portofino

Etwas exklusiver und noch bunter als Genua ist das italienische Städtchen Portofino. Ein kleines Fischerdorf, das heute zu den schönsten und bekanntesten Orten der Ligurischen Riviera zählt. Mit seinen pastellfarbenen Häusern, der Piazza am Hafen und den Yachten, die hier anlegen, wirkt es wie auf einer Postkarte.

🚗 Auto: ca. 5,5–6 Std. (Zürich → Mailand → Genua, dann entlang der Küstenstrasse nach Portofino). Die letzten Kilometer entlang der Küstenstrasse sind ein Erlebnis für sich: enge Kurven, spektakuläre Ausblicke aufs Meer und immer wieder kleine Buchten, die zum Anhalten einladen. In Portofino angekommen, belohnt der erste Espresso auf der Piazza mit einem der schönsten Panoramen Italiens.

🚆 Zug: ca. 7 Std. (Zürich → Mailand → Genua → Santa Margherita Ligure). Von dort 15 Min. Bus/Fähre nach Portofino. Die Zugfahrt durch die Po-Ebene und die Küstenregion ist entspannt – ein gutes Buch, eine italienische Playlist im Ohr, und schon erreicht man das Riviera-Feeling, noch bevor man aussteigt.

Nur wenige Stunden entfertn: Das traumhafte azurblaue Paradies.

3. Von Zürich nach Sanremo

Sanremo, die „Blumenstadt“ an der italienischen Riviera, ist bekannt für ihr mildes Klima, ihre elegante Strandpromenade und das traditionsreiche Casino. Neben Boulevards und palmengesäumten Stränden begeistert die Stadt mit einer charmanten Altstadt namens La Pigna, in der enge, verwinkelte Gassen bis hinauf zur Kirche Madonna della Costa führen.

🚗 Auto: ca. 5,5–6 Std. über Mailand und Ventimiglia. Auf der Küstenautobahn wechselt das Panorama ständig zwischen Bergen, Meer und kleinen Riviera-Orten – die Fahrt ist fast schon Teil des Urlaubs. Angekommen, laden Strände und Boulevards sofort zum Flanieren ein.

🚆 Zug: ca. 7–8 Std. (Zürich → Mailand → Ventimiglia → Sanremo). Nach der entspannten Fahrt durch die Lombardei folgt kurz vor Sanremo die Küstenstrecke – mit Meerblick direkt aus dem Zugfenster. Ein perfekter Auftakt für den Aperitivo am Corso Imperatrice.

Schon der Weg nach Sanremo löst das mediterrane Entspannungsgefühl aus.

4. Von Zürich nach Nizza

Nizza, die Hauptstadt der Côte d’Azur, verbindet französische Eleganz mit mediterraner Leichtigkeit. Die berühmte Promenade des Anglais lädt zum Flanieren ein, während das türkisblaue Meer direkt daneben glitzert. In der Altstadt (Vieux Nice) erwarten dich enge Gassen, farbenfrohe Fassaden und der Duft von Märkten voller Oliven, Käse und Blumen. Wer Kultur sucht, findet in den Museen Spuren von Matisse und Chagall, während Feinschmecker in den vielen Bistros und Restaurants die provenzalische Küche geniessen.

🚗 Auto: ca. 7–8 Std. über Mailand, Genua und Ventimiglia. Besonders eindrucksvoll: die letzten Kilometer auf der Küstenautobahn Richtung Frankreich, wo sich das Mittelmeer in seiner ganzen Weite öffnet. Ein Abstecher in die Corniche-Strassen lohnt sich für spektakuläre Ausblicke.

🚆 Zug: ca. 8–9 Std. (Zürich → Mailand → Ventimiglia → Nizza). Die Fahrt ist etwas länger, aber abwechslungsreich, denn sie führt vom Alpenpanorama bis zur Riviera. In Nizza angekommen, bist du mitten im Geschehen: ein kurzer Spaziergang bringt dich direkt an die Promenade und ans Meer.

Wo lässt sich die Blue Mind Theory besser bestätigen als in Nizza?

5. Von Zürich nach Zandvoort

Eine überraschende Alternative zum Mittelmeer: breite Dünenstrände, Surfer-Spots und entspannte Strandcafés an der holländischen Nordsee und das in Reichweite von Zürich. Zandvoort aan Zee gilt als einer der bekanntesten Badeorte der Niederlande und ist nur eine halbe Stunde von Amsterdam entfernt. Im Sommer verwandeln sich die Strandbars in lebhafte Party-Locations, während in der Nebensaison Ruhe, endlose Spaziergänge und frische Nordseeluft im Vordergrund stehen. Den Sommer verlängern kann man hier zwar nicht unbedingt – doch man ist trotzdem am Meer, hört das Rauschen der Wellen und spürt den Wind in den Haaren.

🚆 Zug: ca. 7,5–8 Std. (Zürich → Frankfurt/Köln → Amsterdam → Zandvoort/Den Haag). Ideal für alle, die urbanes Flair mit Strandfeeling verbinden möchten: morgens noch am Zürcher HB, abends schon mit den Füssen im Sand der Nordsee.

🚗 Auto: ca. 8,5–9 Std. Über Deutschland und die Niederlande. Praktisch, wenn du flexibel unterwegs bist und vielleicht gleich mehrere Küstenorte kombinieren möchtest. Ein Roadtrip entlang der holländischen Nordsee bietet Vielfalt von hippen Stränden bis zu historischen Städten.

Abwechslung im Norden mit langen Strandspaziergängen am Wochenende.

Jannina Stüben

Meine ideale Vacation ist die Flexication. Mal reise ich solo mit dem Rucksack durch indische Homestays, mal liege ich als Luxus-Hotelgast im Infinitypool auf Mauritius. Für mycation nehme ich die Welt, wie sie kommt – neugierig, flexibel und voller Leidenschaft.