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An heissen Sommertagen zieht es die halbe Schweiz an den See, in die Badi oder ins Freibad. Schon beim Gedanken an überfüllte Liegewiesen, lange Schlangen vor dem Kiosk und die Suche nach einem freien Schattenplatz komm ich allerdings schon wieder ins Schwitzen. Eine Wellness-Therme wäre mir als Alternative lange nicht in den Sinn gekommen. Thermalbad, Sauna und Wellness verbinde ich eigentlich mit grauen Novembertagen. Und doch hab ich mich letzte Woche bei über 30 Grad ins FORTYSEVEN in Baden gewagt. Hier wartete direkt an der Limmat eine entspannte Alternative mit überraschendem Feriengefühl auf mich.

So wird aus der Therme ein Sommerbad

Das FORTYSEVEN versucht im Sommer nicht, eine Badi zu imitieren. Es stellt sein Angebot bewusst auf die warme Jahreszeit um: Die Fensterfronten zur Limmat werden geöffnet, die Wassertemperaturen angenehm nach unten angepasst und die Aussenbereiche rücken stärker in den Mittelpunkt. Kühle Cocktails oder Frozen Drinks gibt’s im Sommer an der Outdoor-Bar für alle Gäste. In ausgewählten Becken dürfen sogar Frozen Drinks mit ins Wasser. Natürlich ist das Thermalwasser weiterhin Teil des Erlebnisses. Nur im warmen Wasser zu liegen, wäre mir aber an diesem Tag zu viel gewesen. Entscheidend war deshalb der Wechsel: kurz im Wasser treiben, danach auf der Terrasse die Sonne spüren und anschliessend im Schneeraum bei bis zu minus neun Grad wieder herunterkühlen. Falls jemand doch noch schwitzen gehen will: In der Sauna gibt’s unter anderem Zitronen-Eukalyptus-Rituale, kühlende Dampfbad-Anwendungen und Eiskugeln nach dem Aufguss.

Die Drinks dürfen im Sommer sogar mit ins Wasser.

Beach-Club-Feeling an der Limmat

Besonders spürte ich die Sommervibes im Bereich «Limmat Breeze». Es gibt dort zwölf Liegen mit Blick auf die Limmat, ein Badetuch, eine Flasche Wasser und Service direkt an der Liege. Die Limmat-Breeze-Tickets sind für drei Stunden oder einen ganzen Tag buchbar und starten aktuell bei CHF 49. Klar, die reservierte Liege ist kein Muss, um einen guten Tag zu haben, für mich hat sich der Aufpreis aber gelohnt, weil ich den ganzen Tag hier verbrachte. An einem Sommertag, an dem man in der Badi womöglich eine halbe Stunde lang einen geeigneten Platz sucht, um danach nochmals genauso lang für einen Snack am Kiosk anzustehen, ist eine vorbereitete Liege und Service direkt am Platz ein kleiner Luxus.

Sarah und Emel geniessen den Sommertag auf den Daybeds im FORTYSEVEN.

Eine Open-Air-Massage wie in den Ferien

Auch das Spa zieht im Sommer nach draussen. Von Juni bis August werden im luftigen Massagezelt auf der Terrasse eine 20-minütige Rücken-Nacken-Massage sowie eine 35-minütige Rücken-Nacken-Kopf-Massage angeboten. Das Angebot, sich unter freiem Himmel massieren zu lassen, lasse ich mir natürlich nicht entgehen. Ich kenne das aus Feriendestinationen wie Thailand, wo man sich am Strand mal eben kurz massieren lassen kann, bevor man wieder ins Wasser springt. Eine entspannende Ergänzung und kein Commitment für einen Spa-Termin: Für mich passte genau das. Vor Ort wurde mir aber geraten, die Massage künftig besser im Voraus zu reservieren, da die Verfügbarkeiten begrenzt sind.

Das Spa zieht im Sommer nach draussen: Outdoor-Massagen kann man im Voraus oder vor Ort buchen.

Für wen lohnt sich dieser Sommertipp?

Meinen Sommertag im FORTYSEVEN verbrachte ich in kühlen Becken, einem sonnigen Aussenbereich mit Blick auf die Limmat und kleinen Extras. Vor meinem Besuch hätte ich eine Wellness-Therme bei Sommerhitze ausgeschlossen. Jetzt würde ich sie gerade an einem besonders heissen oder wechselhaften Tag wieder in Betracht ziehen. Es war nicht menschenleer, aber deutlich ruhiger, als ich es von klassischen Freibädern an solchen Tagen kenne. Klar: Wer im Sommer Bahnen schwimmen will oder mit Kindern plantscht, ist in einer Badi besser aufgehoben. Meine Empfehlung ist die Wellness-Therme vor allem, weil hier eine Ruhe herrscht, die in vielen klassischen Sommerbädern schwer zu finden ist. Man bekommt Wasser und Sonne – aber ohne das typische Badi-Gewusel. Und sollte das Wetter plötzlich umschlagen, kannst du in die Innenbecken, Saunen oder Ruheräume wechseln.

Aussicht vom Aussenbad auf die Limmat und grünen Hügel von Baden.

Tagesticket oder Drei-Stunden-Eintritt?

Für Becken, sünnelen und einen Drink reichen meiner Meinung nach drei Stunden. Gerade an einem Donnerstag lässt sich das gut mit dem After-Work-Thursday verbinden. Mit Sauna, Massage und einer längeren Pause auf der Liege würde ich mindestens einen halben oder ganzen Tag einplanen.

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit der Wellness-Therme FORTYSEVEN.

Emel Akdag

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