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Europa kratzt an der 40-Grad-Marke, und selbst in der Schweiz fühlt sich der Sommer aktuell eher nach Dubai als nach Davos an. Wer nei solchen Temperaturen unterwegs ist, sollte sich nicht nur um Sonnencreme und Badetuch kümmern. Mit diesen fünf Hacks bleibst du jetzt und in deinen Ferien auch bei Temperaturen jenseits der 35 Grad cool.

1. Vergiss deine FOMO: Siesta ist ein Muss

Wer um 14 Uhr schwitzend durch eine Altstadt spaziert, macht genau das Falsche. In Südeuropa haben Siestas nicht ohne Grund Tradition. Zwischen 12 und 17 Uhr ist die Sonne am stärksten.

Leere Strassen während der Siesta: Für Sightseeing bleibt morgens oder abends genug Zeit.

Nutze diese Zeit lieber für ein langes Mittagessen, Indoor-Sightseeing oder eine kurze Pause im Airbnb oder Hotel. Sehenswürdigkeiten oder den Strand erkundest du am besten frühmorgens oder gegen Abend. Wer früh oder später unterwegs ist, wird gleich doppelt belohnt. Die Temperaturen sind angenehmer und die Menschenmengen deutlich kleiner. Zudem entstehen die schönsten Ferienfotos oft kurz nach Sonnenaufgang oder zur Golden Hour.

2. Schliess die Vorhänge (auch wenn die Sonne so schön scheint)

Viele Reisende lassen morgens die Vorhänge offen und wundern sich später über das Backofen-Klima im Hotelzimmer. Das Ergebnis: Klimaanlage auf Hochtouren – und am nächsten Tag hast du Halsweh.

Die Vorhänge solltest du erst abends wieder öffnen.

Machs das nächste Mal so: Tagsüber Fenster geschlossen halten und Vorhänge oder Rollläden komplett schliessen. Erst nach Sonnenuntergang wird gelüftet. So bleibt die Hitze draussen statt im Zimmer.

3. Immer noch heiss? Probier die Wasserflaschen-Methode

Keine Klimaanlage? Dann fülle vor dem Schlafengehen eine Trinkflasche mit eiskaltem Wasser und lege sie für einige Stunden ans Fussende des Betts. Noch effektiver: Eine gefrorene Wasserflasche in ein dünnes Tuch wickeln und neben die Beine legen. Klingt simpel, kann aber die Schlafqualität deutlich verbessern.

Wenn die Klimaanlage fehlt oder versagt, kann eine Flasche Wasser Gold wert sein.

4. Trinke nicht erst, wenn du Durst hast

Durst ist bereits ein Warnsignal des Körpers. Bei grosser Hitze solltest du regelmässig trinken, auch wenn du dich noch fit fühlst. Besonders wichtig sind Elektrolyte. Wer viel schwitzt, verliert nicht nur Wasser, sondern auch Mineralstoffe. Elektrolyt-Pulver oder Brausetabletten nehmen kaum Platz im Gepäck weg und können unterwegs Gold wert sein. Du kannst sie vor deiner Reise in der Apotheke besorgen. Genauso wie eine isolierende Wasserflasche.

Eine isolierte Wasserflasche und Elektrolyten sind ein Muss für die Packliste.

5. Pack nicht bloss Baumwoll-Kleidung ein

Apropos packen: Viele schwören im Sommer auf Baumwolle. Das Problem: Sie saugt Schweiss auf und trocknet nur langsam. Leichte Leinenkleidung und Funktionsstoffe transportieren Feuchtigkeit oft deutlich besser ab. Fischer, Bauarbeiter oder Gärtner in heissen Ländern setzen auf leichte, langärmlige UV-Shirts. Sie schützen vor der Sonne, halten die Haut kühl und reduzieren das Risiko eines Sonnenbrands.

Langärmlige UPF-Shirts schützen bei langen Sonnentagen zusätzlich zu Sonnencreme.

Gerade bei Bootsausflügen, Küstenwanderungen oder längeren Strandspaziergängen kann ein leichtes UV-Shirt Gold wert sein. Denn Wind und Schweiss vermitteln zwar ein angenehmes Frischegefühl, lassen aber leicht vergessen, wie intensiv die Sonne tatsächlich auf die Haut brennt.

6. Nutze Google Maps für grüne Umwege

Ein kleiner Trick für Städtetrips: Zoome in Google Maps etwas näher hinein. Oft erkennst du Parks, Grünflächen oder begrünte Gassen bereits auf der Karte. Gerade in Städten wie Rom, Barcelona oder Athen können wenige hundert Meter im Schatten einen grossen Unterschied machen.

Schattige Umwege suchst du am besten auf Google Maps.

7. Kirchen sind die besten Klimaanlagen

Während Tourist:innen vor Gelato-Ständen Schlange stehen, setzt du dich für einen Cooldown besser in kühle Kirchen oder historischen Gebäude. Viele Kirchen sind kostenlos zugänglich und bieten selbst an Hitzetagen angenehm kühle Temperaturen. Ein perfekter Ort für eine kurze Verschnaufpause. Und danach kannst du dir immer noch ein Glacé gönnen.

Kultur und Kühlung: Win-Win-Tipp für Sommer-Städtetrips
Larissa Laudadio

Meine ideale Vacation ist die Beachcation. Am glücklichsten bin ich am Wasser, und für mycation erkunde ich die schönsten Meeresdestinationen der Welt.